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Alarmsignal Brustschmerzen beim Treppensteigen

Treten bei Belastungen, wie zB beim Treppensteigen Brustschmerzen auf, so sollte unbedingt beim Arzt ein EKG und ein Belastungs-EKG erfolgen. Auch eine Echokardiographie (Ultraschall des Herzens) ist sinnvoll.

Häufig sind Schmerzen, die unter Belastung auftreten und in Ruhe wieder verschwinden ein Hinweis auf eine koronare Herzerkrankung. Dabei kommt es aufgrund von Verengungen der Herzkranzgefäße zu einer temporären verminderten Blutversorgung des Herzmuskels. Das verursacht die Schmerzen. Sind am Beginn dieser gesundheitlichen Veränderungen die Gefäße im Ruhezustand noch so durchlässig, dass es zu keinen Beschwerden kommt, so kann bei vermehrten Bedarf an Blutfluss bei Belastungen wie Stiegen steigen oder Rad fahren der Durchgang bereits zu eng sein. Wenn diese Arteriosklerose bzw. Verkalkung der Herzkranzgefäße weiter zunimmt, kann dies auch zu Schmerzen in Ruhe und letztlich zu einem Herzinfarkt führen.

Einen Herzinfarkt in Betracht ziehen


Falls die Brustschmerzen bei Ruhe nicht innerhalb weniger Minuten wieder verschwinden, müssen Sie an die Möglichkeit eines Herzinfarkts denken und sofort den Notarzt alarmieren. Es kann gut sein, dass es zu einem kompletten Verschluss eines Gefäßes gekommen ist, was eine Notfallbehandlung im Krankenhaus erfordert.

Auch wenn dieser Schmerz bei Belastung stärker wird, sollte man ein Krankenhaus aufsuchen, selbst wenn die sonstigen Anzeichen für einen Herzinfarkt, wie Atemnot, starkes Schwitzen oder Erbrechen fehlen.

Verschiedenste Beschwerdebilder

Man sollte besonders Hellhörig sein, wenn Schmerzen im weitesten Sinne im Brustbereich auftreten. Denn Herzerkrankungen werden immer noch viel zu spät erkannt. Das liegt auch an den oft ungenauen Symptomen, die man selten in Verbindung mit einem Herzinfarkt bringt. Dies gilt ganz besonders für Frauen, die meist kein eindeutiges Symptombild zeigen.

Neben dem Brustschmerz können auch Schmerzen im Oberbauch, Atemnot, extreme Müdigkeit ein Alarmsignal für eine Herzerkrankung oder gar einen Herzinfarkt sein.  Auch leichter Sport oder emotionaler Stress können eine Angina Pectoris (Brustschmerz) auslösen. Dabei strahlt der Schmerz auch in andere Körperregionen aus. Auch Schmerzen in Arm, Hals, Schulter, Oberbauch und Magen können Ausdruck einer Durchblutungsstörung des Herzens sein.

Zu wenig Sauerstoff


Dass sich eine solche Durchblutungsstörung vor allem bei Belastung bemerkbar macht, rührt daher, dass der Sauerstoffverbrauch bis um das Vierfache ansteigen kann. Das ist dann zu viel für ein krankes Herz. Durch die Gefäßverengung gelangt nicht mehr ausreichend Sauerstoff zu den Herzmuskelzellen. Abfallprodukte des Stoffwechsels schädigen zusätzlich den Herzmuskel, da sie nicht mehr schnell genug abtransportiert werden können.

Wenn der erhöhte Sauerstoffbedarf nicht mehr besteht, weil der Körper in Ruhe kommt, verschwinden die Beschwerden wieder von selbst. Bleiben die Beschwerden bestehen, muss man schnell handeln, denn jede Minute sterben Herzmuskelzellen ab und hinterlassen vernarbtes Gewebe, das die Pumpfunktion des Herzens beeinträchtigt. Überschreitet dieser Defekt eine bestimmte Größenordnung, droht das Herzversagen.

Nehmen Sie Brustschmerzen beim Treppensteigen nicht auf die leichte Schulter und lassen sie diese vom Arzt oder von der Ärztin Ihres Vertrauens abklären. Sollten die Beschwerden nicht unmittelbar nach der Belastung wieder verschwinden, so zögern Sie nicht den Notruf zu wählen. Zeit ist kostbar – für ein Leben mit Qualität.


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