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Psyche & Herz

Herzstolpern hat bestimmt jeder schon einmal verspürt. Auf den ersten Blick ähneln Herzrhythmusstörungen aufgrund einer Herzfehlfunktion jenen die psychisch bedingt sind. Auch die damit verbundene Angst ums Leben ist in beiden Fällen verständlich.

Die Psyche

Müdigkeit und Erschöpfung sind als Symptome für eine dauerhafte Überlastung allgemein anerkannt. Beschwerden wie Herzstolpern werden eher selten in Zusammenhang mit der Psyche gebracht. Man geht davon aus, dass in etwa ein Viertel der Bevölkerung hin und wieder unter Herzstolpern leidet. Wieviele davon auf organische Ursachen zurückzuführen sind und wieviele psychisch bedingt sind ist schwer eruierbar. Betroffene von psychosomatischen Erkrankungen erkennen sich oftmals nicht als psychisch krank.

Stress

Starke seelische Belastung und anhaltender Stress führen dazu, dass der Adrenalinspiegel steigt, sich der Nacken versteift, es zu Unruhe, Herzrasen und einem unregelmäßigen Puls kommt. Bleibt dieser Zustand erhalten weil sich der Körper nicht regenerieren kann, wird eine vorübergehende Belastung zu einem chronischen Zustand, der die Herzgesundheit gefährdet.

Angst

Angst löst im Körper ähnliche Reaktionen aus wie Stress. Hormonell gesteuert, steigen die Herzfrequenz und der Blutdruck. Ängstliche Menschen haben grundsätzlich einen erhöhten Adrenalinspiegel im Blut. Betroffene müssen sich ihrer Angst nicht einmal bewusst sein, aber leiden aufgrund ihrer psychischen Belastung unter massiven körperlichen Beschwerden wie Verdauungsproblemen, Schlaf- und Konzentrations-problemen, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden, Inkontinenz und erhöhter Infektanfälligkeit. Bei einer regelrechten Panikattacke kommen die Symptome wie Schwindel, Schweißausbrüche, Zittern und Atemnot meist von einem Moment auf den anderen und sind von massiver Angst begleitet die Kontrolle zu verlieren oder gar zu sterben. Dazu gesellt sich dann noch die Angst vor der nächsten Attacke.  Bei Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten oder unter massiven Herzrhythmusstörungen leiden, verstärkt die Angst vor Schlaganfall, Herzinfarkt und Tod die Herzproblematik.

Depression

In den letzten Jahren hat die Forschung enge Zusammenhänge zwischen Depression und dem Herz-Kreislauf-System belegen können. Einerseits steigt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall , andererseits verlaufen Erkrankungen der Herzkranzgefäße schwerer, wenn der Patient auch an einer Depression leidet.

Eine Depression wirkt sich direkt auf das Herz und die Blutgefäße aus. Das meist überregte Nervensystem verursacht einen schnellen Puls und eine vermehrte Ausschüttung von Kreislaufhormonen. Das Immunsystem reagiert mit Entzündungsreaktionen, die wiederum das Herz belasten. Umgekehrt bedeutet eine Erkrankung des Herzens auch immer eine psychische Belastung, die oft zu einer Depression führt.

Das Problem von allen Seiten angehen

Man kann deutlich erkennen wie eng psychisches Erleben und Herzfunktion aneinander gekoppelt sind. Allerdings gilt das was für die Entwicklung von Symptomen von Bedeutung ist, im positiven Sinn auch für die Behandlung und Risikominimierung. Neben der Therapie der physischen Erkrankung, können Maßnahmen ergriffen werden die psychische Widerstandskraft steigern. Stress kann mit gezielten Entspannungs- und Regenerationsphasen entgegnet werden. Man sollte sich auch nicht scheuen eine echte psychische Erkrankung in Betracht zu ziehen, denn eine frühzeitige Therapie erhöht drastisch die Heilungschancen. Der erste Schritt ist in jedem Fall eine gründliche medizinische Abklärung durch den Arzt oder die Ärztin Ihres Vertrauens - für ein Leben mit Qualität!

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