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Mein Herz brennt: GERD ist schuld

„Heartburn“ – Herzbrennen – sagen die Amerikaner zur Refluxerkrankung, wenn es aufgrund eines gestörten Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen zu einem Rückfluss von Magensäure und damit zu brennenden Schmerzen in der Herzgegend kommt.

GERD – gastroösophageale Refluxkrankheit

Die Mundhöhle wird mit dem Magen über die Speiseröhre - dem Ösophagus - verbunden. Diese ist ein muskulöser Schlauch, der über einen ringförmigen Schließmuskel am Eingang zum Magen verfügt. Dieser verhindert, dass Speisebrei, Magensäure und Gallenflüssigkeit in die Speiseröhre zurückfließen (Reflux = Rückfluss). Das extrem saure Milieu des Magens ist elementar für die Verdauung und sorgt zudem dafür, dass Keime abgetötet werden. 

Die Magenschleimhaut ist speziell dafür vorgesehen, die Schleimhaut der Speiseröhre hingegen reagiert empfindlich auf die aggressive Säure des Magens. Erfüllt der Schließmuskel seine Funktion nicht, so gleitet der extrem saure Mageninhalt die Speiseröhre hinauf und schädigt die dortige Schleimhaut. Umgangssprachlich bezeichnen wir diesen Vorgang als Sodbrennen.

Brustschmerzen

Die Speiseröhre verläuft hinter dem Brustbein, knapp am Herzen vorbei. Zurückfließende Magensäure kann einen heftigen brennenden Brustschmerz verursachen, der meist nach größeren Mahlzeiten und im Liegen auftritt. Dieser Schmerz kann sich beim Bücken verstärken. Zudem kommt es zu bitter-saurem Aufstoßen.  Da sich der Schmerz vor allem in der Herzgegend bemerkbar macht, ist es naheliegend, dass man zunächst an Probleme mit dem Herzen denkt. Vor allem bei Frauen, bei denen oftmals die Symptome eines Herzinfarkts nicht so eindeutig sind wie bei Männern, können die Ursachen leicht verwechselt werden. Eine Reflux-Erkrankung ist nicht akut gefährlich, manche Herzprobleme allerdings verlangen nach einem sofortigen medizinischen Eingreifen. Deshalb ist es wichtig, jeden Brustschmerz medizinisch abklären zu lassen.

Husten, Halsschmerz, Mundgeruch und Schluckbeschwerden

Neben den Brustschmerzen, die allerdings trotz Reflux-Erkrankung nicht jeder verspürt – man spricht in diesem Fall von einem stillen Reflux – deuten noch andere unspezifische Symptome auf ein Problem mit der Speiseröhre. Durch die Reizung des Ösophagus kommt es zu vermehrter Schleimproduktion mit Hustenreiz, Hüsteln, Halsschmerzen, Kehlkopf- und Rachenentzündungen verbunden mit Heiserkeit. Da sich Bakterien leicht im entzündeten Gewebe ansiedeln können kommt es manchmal auch zu verstärktem Mundgeruch. Zu solch einem Symptombild können noch Schluckbeschwerden in Form von Schmerzen oder auch Funktionsschwierigkeiten hinzukommen.

GERD beeinträchtigt die Lebensqualität

Man geht davon aus, dass bis zu 30% der Bevölkerung an einer Refluxerkrankung leiden. Die oben genannten Symptome beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern können auch Vorboten für ernsthafte Gesundheitsprobleme darstellen. Entzündungen der Speiseröhre begünstigen Geschwüre, Engstellen (Stenosen) durch narbige Veränderungen und die Entwicklung einer Krebsvorstufe, dem sogenannten Barett, das durch eine Schleimhautveränderung gekennzeichnet ist.

Eine Früherkennung mit Abgrenzung zu einer Herzerkrankung, gefolgt von einer adäquaten Behandlung ist nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Vorsorge sehr wichtig, sondern kann auch Ihr tägliches Leben wieder angenehmer machen

- für ein Leben mit Qualität!


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