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Herzinfarkt erkennen und richtig handeln

Ruhe bewahren und korrekt handeln ist in der dramatischen Situation eines Herzinfarkts eine Herausforderung für alle Beteiligten. Sich mit den Anzeichen und den wichtigsten Handlungsschritten vertraut zu machen kann Leben retten.

Alarmsignale

Am typischsten und allgemein bekanntesten sind starke Schmerzen hinter dem Brustbein oder Schmerzen im linken vorderen Brustkorb die sich in den linken Arm ziehen. Diese Schmerzen können auch in andere Körperregionen ausstrahlen, zB in den Oberbauch, zwischen die Schulterblätter, in den Rücken oder in den Hals und Kiefer. Die Beschwerden werden oft als dumpfen Druck, Enge und Brennen wahrgenommen. Begleitet werden diese Symptome von einem starken Angstgefühl, Luftnot, fahler Gesichtsfarbe und Kaltschweißigkeit. Ein Herzinfarkt kann sich allerdings auch durch völlig untypische Symptome bemerkbar machen - vor allem bei Frauen. Zu diesen unspezifischen Symptomen gehören Übelkeit, Atemnot, Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen. Wenn diese Beschwerden in zuvor nie erlebtem Ausmaß auftreten, ist es sinnvoll unverzüglich den Rettungsdienst zu rufen.

Herzinfarkt & Angina Pectoris

Eine vorrübergehende Mangeldurchblutung des Herzens entspricht einer Angina Pectoris. Beim Herzinfarkt kommt es meist zum Verschluss eines Herzkranzgefäßes und dem Absterben von Herzgewebe. Der Übergang der beiden Formen ist fließend. Bei einem Herzinfarkt sind die Schmerzen in der Regel stärker, dauern länger (mehr als 20 Minuten) und sprechen nicht auf Nitro-Spray an.

Fast die Hälfte aller Patienten mit einem Herzinfarkt hatten zuvor keine Beschwerden im Brustkorb. Erstaunliche 15 – 20% haben selbst während des Infarkts keine Schmerzen. Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko solch stumme Herzinfarkte zu erleiden.

Beherzt handeln

 

  • Zögern sie nicht. Auch in der Nacht und am Wochenende steht der Rettungsdienst bereit. Warten Sie auf keinen Fall auf den Morgen, oder am Wochenende auf den Montag.
     
  • Wählen Sie unverzüglich 144 – die Rettung oder 112 den Notruf. Geben sie sofort Ihren Verdacht auf Herzinfarkt bekannt. Betroffene müssen ohne Zeitverzögerung ins Krankenhaus gebracht werden. Verlieren Sie keine wertvolle Zeit indem Sie den Hausarzt oder Verwandte anrufen. 
     

  • Nennen Sie Ihren Namen, die Adresse und Ihre Telefonnummer für Rückfragen.
    Es wird Ihnen umgehend ein Rettungswagen geschickt der mit einem Defibrillator ausgestattet ist, womit lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) beendet werden können.
     
  • Das Gespräch beendet die Notruf-Leitstelle. Legen Sie nicht vorzeitig auf. In der Aufregung passiert es leicht, dass wichtige Informationen - zB die Adresse - nicht richtig weitergegeben werden. Die Leitstelle weiß, welche Informationen sie benötigt.
     
  • Der Ärztenotruf ist kein Rettungsdienst. Der Name „Notarzt“ führtimmer wieder dazu den Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdienst von Ärzten und Ärztinnen der Allgemeinmedizin mit dem Rettungsdienst zu verwechseln. Es kann etwas länger dauern, bis der ärztliche Bereitschaftsdienst einlangt und dieser kann oft auch nur die Rettung rufen. Sparen Sie diesen Umweg und rufen gleich den Rettungsdienst unter 144.
     
  • Fahren sie auf keinen Fall mit dem eigenen Auto ins Krankenhaus. Setzen Sie sich als Betroffener nicht ans Steuer! Sie gefährden sich und andere. Auch als Verwandter, Freund oder Bekannter müssen Sie den Transport dem Rettungsdienst überlassen. So können erste lebensrettende Schritte bereits bei Eintreffen des Rettungsdienstes und während der Fahrt erfolgen. Patienten die rasch in die Klinik gelangen profitieren von der modernen Infarkttherapie mit Ballondilatation oder Lyse-Therapie.
     

Damit es gar nicht soweit kommt
 

Behalten Sie die Risikofaktoren Blutdruck, Cholesterin und Diabetes im Auge – vorzugsweise über einen jährlichen Gesundheitscheck. Sollten Sie rauchen, hören Sie damit auf und führen Sie einen gesunden Lebensstil. Planen Sie Ihre Gesundheit und sprechen Sie mit dem Arzt oder der Ärztin Ihres Vertrauen über Ihre persönlichen Vorsorge-Strategien – für ein Leben mit Qualität.