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Antibiotika: die wichtigsten Tipps zur richtigen Einnahme

Antibiotika sind nur gegen Bakterien wirksam

Antibiotika helfen immer dann, wenn Bakterien eine Infektion im Körper ausgelöst haben, wie zB bei einer Lungenentzündung, Harnwegsinfekte, etc. Gegen Viren, wie bei den meisten Erkältungskrankheiten wie Husten, Schnupfen und Fieber sind sie wirkungslos. Bei der Anwendung von Antibiotika gilt der Grundsatz: So selten wie möglich, aber so oft wie nötig.

In der verschriebenen Dosis und Dauer einnehmen

Ein gleichbleibender Wirkstoffspiegel im Körper ist für die Wirksamkeit von großer Bedeutung. Es ist wichtig Antibiotika zum  richtigen Tageszeitpunkt einzunehmen. Bei einmal täglich, bedeutet dies etwa alle 24 Stunden, bei zwei Mal täglich, alle 12 Stunden und bei 3 Mal täglich alle 8 Stunden. Auch wenn Sie sich nach kurzer Zeit besser fühlen, ist es notwendig das Medikament so lange einzunehmen, wie es Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat. Das ist deshalb so wichtig, weil sich widerstandsfähige Bakterien wieder vermehren können, oder sogar gegen das Antibiotikum unempfindlich werden können. Bei Nebenwirkungen informieren Sie Ihren Arzt.

Verwenden Sie keine Medikamenten-Reste

Antibiotika aus alten Verschreibungen, von Verwandten oder anderen Personen sind tabu, auch wenn die Symptome ähnlich sind. Ohnedies sollte ein angefangenes Päckchen Antibiotika aufgebraucht werden, da es einem Behandlungszyklus entspricht.

Einnahme-Modalitäten

Manche Antibiotika müssen nüchtern, andere zur Mahlzeit eingenommen werden um ihre volle Wirkung entfalten zu können. Nüchtern bedeutet, dass der Magen leer ist, was erst nach einigen Stunden nach der letzten Mahlzeit der Fall ist. Auch eine Stunde danach sollte man nichts essen. Vor dem Essen heißt etwa eine bis eine halbe Stunde vor der Mahlzeit, zur Mahlzeit bedeutet zwischen oder kurz nach der Mahlzeit.

Nur Wasser zum Schlucken

Nehmen Sie Antibiotika Tabletten oder Kapsel mit einem großen Glas Wasser ein. Kaffee, Tee, Säfte, Milch und Milchprodukte können die Wirkung beeinträchtigen.

Wechselwirkungen sind möglich

Informieren Sie Ihren Arzt und auch den Apotheker, wenn Sie auch andere Medikamente einnehmen. Hier zählen alle rezeptpflichtigen Medikamente, aber  auch rezeptfreie Arzneien, wie zB Vitaminpräparate. Manche Antibiotika verstärken die Wirkung von Cholesterinsenkern, andere lösen Blutzuckerschwankungen bei Diabetikern aus. Sie können zB die Wirksamkeit der Pille herabsetzen, oder die Blutungsneigung erhöhen - um nur einige Beispiele zu nennen.

Schutz der Magen-Darm-Flora

Das Antibiotikum bekämpft nicht nur die krankmachenden Bakterien, sondern greift auch die gesunden Mage-Darm-Bakterien an. Probiotika in hoher Qualität können die Nebenwirkungen, wie Magen-Übelkeit und Durchfall verringern.

Mögliche Nebenwirkungen

Neben den Wirkungen auf die Magen-Darm-Flora und den damit verbundenen Nebenwirkungen, können Frauen manchmal aufgrund der gestörten Scheidenflora einen Scheidenpilz entwickeln. Manche Antibiotika erhöhen die Lichtempfindlichkeit, wodurch man schneller einen Sonnenbrand bekommt. Allergien zeigen sich durch Hautausschläge. Bei einer Penicillin-Allergie kann allerdings auch Lebensgefahr bestehen, vor allem wenn Antibiotika im Krankenhaus intravenös verabreicht werden. Sollten Sie Nebenwirkungen bemerken, setzen Sie das Medikament auf keinen Fall ab, sondern informieren Sie umgehend Ihren Arzt.


Verantwortungsbewusste Entsorgung

Damit die Antibiotika nicht in die Umwelt und ins Trinkwasser gelangen, sollten sie nie über den Hausmüll, die Toilette oder die Abwasch entsorgt werden. Bringen Sie alte Medikamente zurück in die Apotheke oder zu einer Altstoffsammelstelle.


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