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Meine Frage an die Praxis

BLUTHOCHDRUCK I

Ab welchen Werten ist der Blutdruck zu hoch?

Zunächst muss gesagt werden, dass es für eine Einordnung des Blutdrucks mehrere Messungen benötigt. Denn der Blutdruck variiert im Laufe des Tages und im Zuge unterschiedlicher Tätigkeiten.

Normaler Blutdruck:
Ein Blutdruck von 120 / 80 bis 129 / 84 mm Hg ist normal. Werte zwischen 130/85 mm Hg und 139/89 mm Hg werden als "hoch normal" bezeichnet. 

Hypertonie oder Bluthochdruck:
Erst ab einer durchschnittlichen Höhe von 140/90 mm Hg spricht man von Hypertonie. Werte zwischen 140/90 mm Hg und 159/99 mmHg werden als "leicht hyperton" bezeichnet. "Mittelschwer" ist ein Wert zwischen 160/100 mm Hg und 179/109 mm Hg. Höhere Werte bedeuten eine "schwere Hypertonie"

Isolierte systolische Hypertonie:
Diese Form der Hypertonie kommt vor allem bei älteren Menschen vor. Dabei liegt der obere Blutdruck bei 140 mm Hg und höher und der untere Wert bei weniger als 90 mm Hg.



Bei welchen Blutdruck-Werten besteht akut Gefahr?
 

Ob ein Blutdruckanstieg akut gefährlich ist, und ein Notarzt gerufen werden soll, hängt in erster Linie nicht vom aktuellen Wert ab. Wenn zB der Blutdruck schon längere Zeit bei 190 mm Hg liegt, kann ein kurzzeitiger  Wert von 220 mm Hg meist noch gut vertragen werden. Werte in dieser Höhe bei Menschen mit normalem Blutdruck können aber Gefährlich werden. Weiters stellt sich in beiden Fällen die Frage nach weiteren Symptomen.

Rufen Sie unverzüglich einen Notarzt, bei

  • Schmerzen, brennen oder Druckgefühl im Brustkorb
  • Atemnot
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Krampfanfälle
  • Lähmungen oder Sprechstörungen
  • Übelkeit mit oder ohne Erbrechen
  • Verschwommenes Sehen
  • Nasenbluten
  • Benommenheit
     

Kontaktieren Sie auf jeden Fall baldmöglichst Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, auch wenn keine zusätzlichen Beschwerden auftreten.



Wann sind Blutdruckwerte zu niedrig und was soll man dann tun?

Bei Blutdruckwerten unter 105/65 mm Hg spricht man von HYPOTONIE.

Unsere Tipps zur Stärkung des Kreislaufs:

  • In der Früh langsam aufstehen - vor dem Aufstehen im Bett strecken, dehnen und ev. Rad fahren
  • Beim Aufstehen unter Tags auch etwas den Körper mit kleinen Bewegungen aktivieren
  • Warm-Kalt Duschen - dabei immer mit kaltem Wasser beenden.
  • Bürstenmassage mit kreisenden Bewegungen zum Herzen hin (zB unter der Dusche)
  • Regelmäßige Bewegung und Sport ( zB Schwimmen oder Laufen)
  • Kneippkuren oder regelmäßige Saunabesuche
  • Bei langem Stehen können Sie mit Wippen und anspannen diverser Muskelgruppen den Kreislauf in Schwung halten.


Bedenken Sie, dass Kaffee oder koffeinhaltige Getränke den Blutdruck nur kurzfristig steigern.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihnen auch stärkende Medikamente verordnen.



Wenn der Blutdruck niedrig ist, kann ich dann die Tabletten weglassen?

Der Blutdruck ist in Ordnung oder auch leicht erniedrigt, WEIL Sie Medikamente genommen haben. Nur Ihr Arzt kann über eine Reduzierung entscheiden. Manche Medikamente müssen langsam reduziert werden. Es kann auch sein, dass aufgrund von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten die Wirkung etwas zu stark ist.
Zu Beginn einer Therapie muss sich der Körper erst an den niedrigeren Blutdruck gewöhnen, so dass Sie das Gefühl haben können unter den Symptomen eines zu niederen Blutdrucks zu leiden. Setzen Sie Ihre Medikamente nicht ab, ohne Ihren Arzt oder Ihre Ärztin konsultiert zu haben.



Warum soll ich eine Langzeit-Blutdruckmessung machen?

Einzelmessungen des Blutdrucks in der Ordination oder auch zuhause können kein aussagekräftiges Bild des Verhaltens Ihres Blutdrucks darstellen. Nur eine Langzeit-Blutdruckmessung, die auch "24-Stunden-Blutdruck" genannt wird, liefert wichtige Informationen für Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

  • Die durchschnittliche Blutdruckhöhe von ca. 70 Messungen innerhalb von 24 Stunden
  • Blutdruckschwankungen und Blutdruckvariabilität
  • Blutdruck in der Nacht, während des Schlafes - zB Fehlen oder Verminderung des normalen Blutdruckabfalls
  • Außergewöhnliche Blutdruck-Anstiege zB am Morgen oder  -Abfälle zB bei Belastung.
     

Mehr Informationen zur Langzeit-Blutdruck-Analyse



Wie oft soll ich zur ärztlichen Kontrolle kommen?

Machen Sie es sich zur Gewohnheit 1x im Quartal Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin aufzusuchen. So kann der Behandlungserfolg überprüft und gegebenenfalls Korrekturen vorgenommen werden.

Bei Kontrolluntersuchungen

  • wird der Blutdruck optimal eingestellt. Manchmal muss ein Medikament ein- oder ausgeschlichen werden. D.h. dass die Anfangsdosis geringer ist und langsam gesteigert wird und umgekehrt
  • wird die Wirksamkeit der Therapie festgestellt
  • werden Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten überprüft
  • kann es sein, dass eine Kombinatiostherapie eingeleitet wird
  • kann auf Ihre Fragen und Probleme eingegangen werden