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Meine Frage an die Praxis

LANGZEIT-BLUTDRUCK-MESSUNG

Warum soll ich eine Langzeit-Blutdruck-Analyse machen?

Eine normale Blutdruckmessung, ob Selbstmessung oder beim Arzt bildet nicht den Alltag ab. Es ist nicht ersichtlich, wie sich der Blutdruck im Tagesverlauf darstellt, wann er hinauf oder hinuntergeht, wie lange er auf den jeweiligen Niveaus bleibt und wie er sich im Schlaf verhält.

Ein zu hoher Blutdruck verursacht erst bei sehr hohen Werten wahrnehmbare Symptome, die sich oft unspezifisch darstellen. Einen zu hohen Blutdruck sollte man behandeln, da so das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall drastisch reduziert werden kann.

Wenn erhöhte Blutdruck-Werte gemessen wurden, sollte man eine Langzeit-Blutdruck-Messung regelmäßig machen, da sich Bluthochdruck meist schleichend entwickelt oder verschlechtert. Je früher man entgegenwirken kann, desto besser. Sollte bei Ihnen bereits Bluthochdruck diagnostiziert worden sein, so hilft die Langzeit Blutdruck-Analyse die Medikamente richtig einzustellen und den Therapieverlauf zu kontrollieren.



Was und wie oft misst das Langzeit-Blutdruck-Gerät?

Sie erhalten leihweise für ca. 20-24 Stunden ein aktuelles, geeichtes und modernes Spezialmessgerät von uns angelegt. Das Gerät misst ca. alle 15 Minuten, nachts alle 30 Minuten.

Es werden folgende Werte aufgezeichnet:
 

  • die durchschnittliche Blutdruckhöhe
  • Blutdruckschwankungen und Blutdruckvariabilität
  • Fehlen oder Verminderung des normalen Blutdruckabfalls in der Nacht
  • außergewöhnliche Blutdruck-Anstiege, (zB am Morgen) oder –Abfälle


 

Tun die vielen Blutdruck-Messungen weh?

Es kann etwas unangenehm sein und lästig beim Aufpumpen der Manschette und der Messung ruhig zu bleiben.

Das Gerät hat eine eingebaute Steuerung und pumpt nur so weit wie nötig auf.  Wenn es so weit aufpumpt, dass es weh tut, ist dies bereits ein Hinweis auf einen zu hohen Blutdruck. Dann ist es umso besser, dass Sie sich für die Untersuchung entschieden haben und darauf basierend eine zielgerichtete Therapie begonnen werden kann.

Im Sinne Ihrer Gesundheit sollten Sie diese eventuellen Unannehmlichkeiten für einen Tag und eine Nacht in Kauf nehmen.




Kann ich bei einer Langzeit Blutdruck Analyse meinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen?

Sie sollen sogar für eine Langzeit-Blutdruck-Analyse, den 24-Stunden Blutdruck, einen ganz normalen Tag wählen und Ihre Tätigkeiten wie üblich durchführen.

Nur so kann ein realistisches Bild über das Verhalten Ihres Blutdrucks gewonnen werden. Die einzige Ausnahme ist schwimmen, duschen, oder baden, da das Wasser dem gerät schaden würde. Außerdem sollten Sie an diesem Tag keinen Sport betreiben, da dies die Werte beeinflusst.

Für die Auswertung ist es auch sinnvoll, wenn Sie Ihre Tätigkeiten notieren, die Intensität und auch eventuelle Beschwerden wie Schwitzen, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schwindel,.....



Warum muss der Blutdruck auch gemessen werden, wenn ich schlafe?
 

Der Blutdruck unterliegt ausgeprägten Schwankungen sowohl im Tagesverlauf, als auch abhängig von der jeweiligen Herzleistung je nach Aktivität und Stress. Blutdruckwerte, die im Schlaf erhoben werden zeigen unter anderem, wie gut Sie regenerieren können, bzw. sich der Blutdruck auf gesunde Werte  normalisieren kann.

Die meisten tödlichen Herzinfarkte und Schlaganfälle passieren in den frühen Morgenstunden. Es ist wichtig zu erkennen, wie Ihr Blutdruck zu diesen Tageszeiten reagiert, um - falls notwendig - die richtige Therapie für Sie zu wählen.

Es gibt einen einfachen Grund, warum Sie diese Messung nicht selbst vornehmen können: Sie schlafen.



Sind die Messungen in der Nacht überhaupt aussagekräftig, wenn ich durch die Messungen so gestört werde, dass ich nicht schlafen kann?
 

Die meisten Patienten schlafen gut trotz der regelmäßigen Messungen. Es kann sein, dass Sie etwas länger benötigen, bis Sie eingeschlafen sind. Die Intervalle werden nachts auf 30 Minuten verlängert, so dass genug Zeit ohne Messung bleibt, um einzuschlafen.

Ist Ihr Blutdruck auch im Schlaf sehr hoch, kann das Aufpumpen der Manschette so unangenehm sein, dass Sie aufwachen. Meist werden Sie schnell wieder einschlafen. Die dabei erhobenen Werte sind gerade dann sehr aufschlussreich für die Relevanz der Therapie.

Eine  Nacht nicht so gut zu schlafen, kann man in Kauf nehmen. Wenn Sie befürchten, dann am nächsten Tag nicht ausreichend leistungsfähig zu sein, planen Sie diesen Tag bei der Terminauswahl als ruhigen Tag ein. In den allermeisten Fällen ist dies allerdings nicht notwendig.