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Meine Frage an die Praxis

REFLUX

Ist eine Reflux-Erkrankung gefährlich?

Bei starker und langandauernder Ausprägung einer Reflux-Erkrankung kommt es zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. So kann starkes Sodbrennen Brustschmerzen auslösen, die einer Angina pectoris ähnlich sind. Aber auch ständiger Husten und Schluckstörungen können sehr unangenehm sein.

Auf Dauer besteht das Risiko für gefährliche Komplikationen. Die ständige Reizung der Speiseröhre durch den Rückfluss der aggressiven Magensäure führt zu Entzündungen, Blutungen, Vernarbungen, Veränderungen des Zell-Gewebes und einer Verengung der Speiseröhre. Das Risiko für einen Speiseröhrentumor steigt.

Eine Abklärung und gewissenhafte Therapie macht sowohl auf der Ebene der Lebensqualität, als auch im Sinne einer Risiko-Minimierung Sinn.


Kann ich Reflux haben, ohne dass ich Sodbrennen verspüre?

Sodbrennen ist das wichtigste Symptom einer Refluxerkrankung. Reflux kann aber auch ohne Beschwerden, Entzündungen und Gewebsveränderungen vorliegen.

Manchmal besteht statt dem Sodbrennen ein Ziehen und Druck in der Magengegend oder ein Völlegefühl nach dem essen. Symptome wie Husten Heiserkeit, Asthma und Schluckstörungen können ebenso Symptome eines Reflux sein.

Man spricht von einem stillen Reflux, wenn kein Sodbrennen vorliegt, sondern unspezifische Symptome, wie Trockener Reizhusten, Heiserkeit, Räusperzwang und Schluckstörungen.


Ich huste immer wieder ohne erkältet zu sein. Kann das von einer Reflux-Erkrankung kommen?

Die aufsteigende Magensäure bei einer Refluxerkrankung reizt nicht nur die Speiseröhre sondern auch die Atemwege, so dass Husten und Heiserkeit oft gemeinsam mit Sodbrennen auftreten. Manchmal ist ein chronischer Husten sogar das einzige Symptom.

Im Grunde ist Husten eine Schutzmaßnahme des Körpers, mit dem der Körper reflexartig die Atemwege reinigt und von Schleim oder anderen Stoffen gereinigt werden.

In schweren Reflux-Fällen gelangt Magensäure in den Mund, wobei  dann Säurepartikel eingeatmet werden. Der Körper antwortet mit dem Hustenreflex, da die Schleimhäute der Atemwege besonders empfindlich sind. Es kann sogar zu regelrechten Asthmaanfällen kommen.


Einmal Speiseröhrenentzündung - immer Speiseröhrenentzündung?

Bei einer Speiseröhrenentzündung ist die Schleimhaut, die die Speiseröhre von innen auskleidet entzündet. Häufig ist ein bestimmter Abschnitt der Speiseröhre betroffen. Eine solche Entzündung wir Ösophagistis genannt und kann akut oder auch chronisch sein. In den meisten Fällen entsteht die Entzündung durch den Rückfluss der aggressiven Magensäure in die Speiseröhre. Aber auch andere Ursachen können dafür verantwortlich sein. So kann eine Ösophagitis durch bakterielle oder virale Infektionen, eine Pilzinfektion (zB Soor) oder auch Parasiten hervorgerufen werden.

Auch Erkrankungen des Verdauungssystems, wie zB Morbus Crohn und Sarkoidose oder Verletzungen zB durch Verschlucken eines spitzen Gegenstandes können eine Entzündung der Speiseröhre hervorrufen. Auch Medikamente selbst kommen als Ursache in Frage. Es ist wichtig Tabletten mit ausreichend Wasser und möglichst nicht im Liegen einzunehmen, damit sie sich nicht bereits in der Speiseröhre auflösen. Manche Medikamente rgen derart die Produktion der Magensäure an, dass sie einen Reflux begünstigen.

Es ist also zunächst eine Frage der Ursache der Entzündung und damit zusammenhängend der richtigen Therapie, wie Sie einer Speiseröhrenentzündung entgegnen. Ist eine Refluxerkrankung die Ursache, so gibt es eine ganze Reihe von Therapien, angefangen von Lebensstilmaßnahmen über Medikamente bis zu diversen Operationsmethoden.

Da die Speiseröhre durch essen und trinken permanent beansprucht wird, ist es für die Heilung und die Minimierung des Risikos einer neuerlichen Entzündung von großer Bedeutung die medizinisch verordnete Therapie genau einzuhalten und Maßnahmen im Lebensstil auf Dauer zu verfolgen.

 


Hier geht es zum Artikel: Mein Herz brennt: GERD ist schuld