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Meine Frage an die Praxis

SCHLAFAPNOE

Ich schnarche hin und wieder. Heißt das ich leide an einer Schlafapnoe?

Schnarchen kann viele Ursachen haben. Nicht jeder der schnarcht leidet auch unter einer Schlafapnoe. Kommen allerdings Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Bluthochdruck dazu, so sollte man auf jeden Fall die Möglichkeit einer Schlafapnoe in Betracht ziehen. Kommen Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes, Alkohol- oder Nikotin-Konsum hinzu wird die Wahrscheinlichkeit für eine Schlafapnoe nochmals größer. Ein ernst zu nehmendes Warnzeichen ist ein Schnarch-Rhythmus „Schnarchen - Stille – Schnarchen“, der auf wiederholte Atemstillstände während des Schlafes hinweist.

Ob Sie an einer Schlafapnoe leiden, kann nur durch eine Schlaf-Analyse bei der unter anderem der Schlaf, die Atmung, die Sauerstoffsättigung und Puls gemessen werden festgestellt werden.

Eine solche Untersuchung ist schmerzlos und für ein erstes Screening in unserer Ordination buchbar. 
Gegebenenfalls überweisen wir Sie in ein Schlaflabor.

Mehr Informationen zur Schlaf-Analyse




Wie wird eine Schlafapnoe behandelt?

Medikamente spielen derzeit in der Therapie von Schlafapnoe noch kaum eine Rolle.

Die erfolgreichste Therapie ist die Behandlung mit einem Atemtherapiegerät. Wenn der Patient zu Bett geht, legt es eine Atemmaske an, die mit einem Schlauch mit dem Gerät verbunden ist. Das Gerät entspricht in etwa der Größe eines schönen Bildbandes. Dieses Atemgerät schickt beim Einatmen Überdruckluft in die Atemwege. Damit kann der Patient im Schlaf frei durchatmen, da sich die Luftwege nicht mehr verschließen können. Die neuesten Geräte sind leicht in der Handhabung und kaum noch zu hören.

Bei leichten Formen können auch Zahnspangen und Zahnschienen helfen.

Je nach individueller Disposition können auch Operationen an den oberen Atemwegen dazu beitragen, dass die Atemwege während des Schlafes offen bleiben.
 

 

Ist eine Schlafapnoe eine gefährliche Krankheit?

Bleibt eine Schlafapnoe unbehandelt, leidet nicht nur das alltägliche Leben, es können durchaus schwerwiegende Erkrankungen folgen. Die permanente Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff beeinträchtigt alle lebenswichtigen Körperfunktionen. In erster Linie wird das Herz-Kreislauf-System stark belastet und die Gehirnleistung vermindert. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt drastisch an.


Was passiert, wenn man seine Schlafapnoe nicht behandeln lässt?

Zunächst vermindert eine Schlafapnoe stark die Lebensqualität. Ständige bleierne Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Gereiztheit sind Symptome der nächtlichen Atemaussetzer. Starker Bluthochdruck, Herzbeschwerden und Hirndurchblutungsstörungen führen letztlich zu Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Kraft und Lebensenergie laufen auf Sparflamme verbunden mit den dazugehörigen Beschwerden wie Atemnot, Leistungsschwäche und Gedächtnisschwierigkeiten.

Zusätzlich führen tagsüber die regelrechten „Schlafattacken“,  ganz besonders beim Autofahren, zu erhöhter Unfallgefahr und damit zu echter Lebensgefahr für sich selbst und andere.



Was kann ich selbst gegen meine Schlafapnoe tun?

Eine gesunde Lebensweise ist auch zur Vorbeugung einer Schlafapnoe, als auch bei bereits bestehender Erkrankung die beste Möglichkeit positiv Einfluss zu nehmen.
Die bedeutet in allen Lebensbereichen auf eine ausgewogene Balance zu achten. Eine gesunde Ernährung mit vernünftigem Gewichtsmanagement, ausreichend Bewegung, ein gesundes Stressmanagement, weder rauchen noch trinken von Alkohol haben einen wirkungsvollen Einfluss. Allerdings kann ein solches vorbildliches Verhalten nicht mit Sicherheit eine Schlafapnoe verhindern.

Eine Veränderung der Schlafposition kann oftmals die Situation erheblich verbessern. Sowohl Schnarchen als auch Atemaussetzer werden durch die Rückenlage begünstigt, da sich in dieser Position die Atemwege alleine schon durch die Schwerkraft leicht verengen. Die Seitenlage bringt hier Erleichterung. Eine manifeste Schlafapnoe tritt allerdings in den seltensten Fällen nur in der Rückenlage auf.